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Umgang Gefühle Anleitung

Was Schuld und schlechtes Gewissen bedeuten

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Nach langer Zeit mal wieder eine Fortsetzung der Serie über den Umgang mit Gefühlen. Diesmal geht es um Schuldgefühle und das schlechte Gewissen.

Das Gefühl der Schuld

Die Schuld oder das schlechte Gewissen sind ein Signal des Organismus, welches anzeigt, dass man einen Fehler begangen hat bzw. etwas „falsch“ gemacht hat und sein Verhalten als negativ bewertet.

In Abgrenzung zur Scham, die ich im nächsten Artikel behandeln werde, schränkt die Schuld nicht im Handeln ein. Sie tritt immer ein, nachdem etwas getan wurde.

Sinn von Schuld und schlechtem Gewissen

Schuld an sich ist also ein sehr nützliches Gefühl für die Gesellschaft, da sie verhindert, dass ich die Menschen gegenseitig übervorteilen und beispielsweise gegenseitig übermäßig ausbeuten.

Das gesundes Schuldgefühl geht nach dem Fühlen anschließend über in das Gefühl der Reue.

Viel interessanter für die persönliche Entwicklung sind dabei die neurotischen Schuldgefühle. Diese haben nämlich im Prinzip gar nichts mehr mit den hier und jetzt zu tun. Stattdessen tauchen diese Schuldgefühle gegenüber bestimmten Personen oder auch generell gegen über anderen Menschen immer wieder auf. Sie sind ein relikt aus der Vergangenheit, die immer größere Bereiche des Lebens zu Tabuthemen werden lassen.

Es handelt sich meistens um Schuldgefühle gegenüber bestimmten Personen, die unterdrückt wurden, weil sie zu spüren zu unangenehm gewesen wäre.

Gründe für Schuld

Schuld tritt z.B. auf, wenn man jemanden unnötig verletzt hat. Oder wenn man jemanden übervorteilt hat.

Konkret können das z.B. folgende Situationen sein:

  • Sie beleidigen einen Kollegen. Es muss nicht einmal gewollt sein.
  • Sie rammen beim Einparken ein fremdes Auto und machen sich einfach aus dem Staub.
  • Sie haben ein Versprechen gegenüber Ihrer Nichte gebrochen.
  • Sie haben von einem Freund viel zu viel für Ihr altes Auto genommen.
  • Sie lassen sich für eine Lappalie krank schreiben.

Die verschiedenen Beispiele sind in Ihrer Intensität sehr unterschiedlich stark für jede Person. Vor allem unserer Glaubenssätze haben einen sehr starken Einfluss auf die Ausprägung des Schuldgefühls.

Glaubenssätze die Schuld binden

Glaubenssätze die Schuldgefühle produzieren sind so etwas wie unsere eigenen ethischen Normen. Diese orientieren sich sehr stark an den moralischen Regeln unserer Gesellschaft. Jedoch hat jeder aufgrund von unterschiedlichen Einflusspersonen (wie z.B. eines unterschiedlichen Elternhauses oder unterschiedlicher Lehrer) und subjektiv unterschiedlicher Haltungen andere Glaubenssätze ausgeprägt bzw. diese unterschiedlich intensiv verinnerlicht.
Mögliche Glaubenssätze, die Ihr schlechtes Gewissen beflügeln, sind:

  • Das hast du doch gar nicht verdient!
  • Was denkst du eigentlich wer du bist?
  • Das darfst du nicht
  • Ich muss fleißig sein
  • Ich muss ordentlich sein
  • Ich muss pünktlich sein

Die 10 Gebote sind z.B. auch Glaubenssätze, die Schuldgefühle hervorrufen. Darin liegt vermutlich auch ihre Ursache, nämlich der Bevölkerung ein strenges Gewissen aufzudrücken und diese zu kontrollieren bzw. zu mäßigen. Inwiefern diese Gebote mittlerweile eher die persönliche Freiheit einschränken als die Gesellschaft zu unterstützen, dass lasse ich jedem selbst offen zu beurteilen.

MET/EFT Klopfsätze zur Schuld

Um das belastende Gefühle der Schuld aufzulösen gibt es eine hervorragende Technik- die MET/EFT Klopftechnik. Wenn diese Klopftechnik, mit der du selbst deine Trauer „wegklopfen“ kannst, noch nicht kennst, dann empfehle ich dir folgende Artikel:
Was ist MET/EFT?
Anleitung MET/EFT Klopftechnik
Kurzanleitung MET/EFT
10 Tipps zum Klopfen mit MET/EFT
Vorteile und Nachteile der Klopftechnik MET/EFT

In diesen Artikeln kannst du die Klopftechnik schnell lernen und direkt anwenden.

Jetzt ein paar Vorschläge für Klopfsätze:
Heilender Satz: Obwohl ich mich schuldig gegenüber [Name einsetzen] fühle, weil ich sie/ihn xy genannt habe, liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin.
Behandlungssatz: Meine Schuld gegenüber [Name einsetzen], weil ich sie xy genannt habe.

Heilender Satz: Obwohl ich eine schlechtes Gewissen gegenüber [Name einsetzen] habe, weil ich ihm/ihr schon wieder absagen muss, liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin.
Behandlungssatz: Mein schlechtes Gewissen gegenüber [Name einsetzen], weil ich ihm/ihr schon wieder absagen muss.

Fazit

Schuld kann ein sehr lästiges Gefühl sein, wenn es durch viele Glaubenssätze und unterdrückte Schuldgefühle neurotisch geworden ist. Ein schlechtes Gewissen hat je noch Intensität das Potenzial, verschiedene Lebensbereiche enorm einzuschränken.

Ich bringe dabei gerne den Vergleich eines Elefanten an, in jungen Jahren einen stabilen Pfahl gefesselt wurde und gelernt hat, nicht auszubrechen. Mittlerweile erwachsen hat dieser mächtige Elefant immer noch die gleichen Glaubenssätze („Ich bin an diesem Pfahl gefangen“), so dass er nicht zu sehen vermag, dass es sich mittlerweile nur noch um einen kleinen Holzpfahl handelt, dem selbst jeder Hund ausreißen könnte.

Was sind Ihre kleinen Holzpfähle, durch die Sie Ihr Leben heute noch unnötig einschränken?

Empfohlene Bücher:

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