Blog

Vegetarisch Vegan1

Vegetarisch essen – der 30 Tage Testversuch

4

Meine vielen erfolgreichen Experimente von Ernährungsgewohnheiten haben mir vor allem eines aufgezeigt: Was Andere einem erzählen oder was versprochen wird an Auswirkungen auf den Körper oder das Wohlbefinden, dass lässt sich nur herausfinden, wenn man es selbst ausprobiert.

Mittlerweile habe ich durch das sukzessive ausprobieren diverser Möglichkeiten und dem beibehalten der Besten ein völlig verbessertes Wohlbefinden für mich erreicht. Ich bin überrascht was kleine Änderungen in den Ernährungsgewohnheiten für dramatische Auswirkungen haben können.

Die dabei erfolgreichsten Methoden habe ich hier einmal in ungefährer Reihenfolge ihrer Bedeutung für mich aufgelistet:
Vitamin D als Nahrungsergänzung
3 einfache Gesundheitstipps
Mehr Glückhormone durch Aminas
Intermittend fasting

Dabei ist auch eine Möglichkeit für mich immer mehr in den Fokus gerückt, die für viele Jahre für mich unvorstellbar war- vegetarisch zu essen.

Ausschlaggebend war für mich, dass zwei der Personen, die mich derzeit mit am meisten beeinflussen, beide im Laufe Ihres Lebens auf vegetarisches Essen umgestiegen und bis heute dabei geblieben sind. Steve Pavlina und Tony Robbins.

Und das nicht aus Überzeugung, weil sie irgendwie die Tiere retten möchten oder Fleisch nicht mögen, sondern weil beide berichten, wie Ihnen das vegetarische Essen einfach gut tut und sie dadurch mehr Energie und mehr Klarheit für ihr Leben bekommen haben.

Das hat mich neugierig gemacht und ich möchte es selbst ausprobieren und sehen, wie das vegetarische Essen sich auf mich auswirkt. Was nicht bedeutet, dass ich nie wieder Fleisch essen werde.

Die Wirkung einer Ernährungsgewohnheit lässt sich am besten feststellen, wenn man sie einmal separat austestet und deren konkrete Auswirkungen spürt, um sie anschließend für sich passend in die gesamten Ernährungsgewohnheiten zu integrieren.

Aus diesem Grund werde ich einen 30 Tage Testversuch starten und anschließend entscheiden, wie ich fortfahre.

Ich denke die neue Gewohnheit wird nicht so schwierig sein wie manch andere. Bereits vor dem Experiment ging ich ab und zu Mittags in einem vegetarischen Restaurant essen, welches ich zufällig entdeckt habe und von dessen Gerichten ich vom ersten Moment an total begeistert war. Es handelt sich um das Tassajara und die „Feuerpfanne“ ist für mich der Oberkracher.

Auch einige Freunde wurden von mir dazu gezwungen dort essen zu gehen und sie waren ebenfalls begeistert. Der Zufall, dass ich dieses vegetarische Restaurant entdeckt habe, hat vermutlich dieses Überdenken meiner Essensgewohnheiten überhaupt erst möglich gemacht, denn vorher war vegetarisch bei mir eher mit Verzicht statt mit Genuss assoziert.

Heute ist mein 4. Tag des Versuchs. Da ich bereits nach so wenigen Tagen so viele Erkenntnisse gesammelt habe, hier das erste Update.

Tag 1: Da ich in den vergangenen Monaten ohnehin meinen Fleischkonsum verringert habe, ist es für mich keine große Umstellung jetzt völlig darauf zu verzichten. Im Gegenteil, ich freue mich sogar irgendwie darauf, weil ich so gespannt bin, was die Änderung meiner Ernährungsgewohnheiten für Folgen auf meinen Körper, meine Gesundheit und mein Wohlbefinden haben wird.

Für den Anfang habe ich mir ganz viel Gemüse besorgt. Frische Karotten, Paprika, Tomaten und Gurken. Ich möchte nicht nur einfach vegetarisch essen, sondern auch möglichst viel davon als Rohkost, um zu sehen ob ich so mehr Energie bekommen kann. Warum es gerade Rohkost sein soll beschreibe ich im Artikel über wasserreiche Nahrung. Ganz kurz: Umso lebendiger das Essen was man isst, umso lebendiger wird einen das als Menschen machen. Schließlich bestehen wir ja aus dem was wir essen und was wir trinken.

Zu dem ganzen Gemüse habe ich mir einen Dip aus dem Oil & Vinegar geholt: Marc de Champagne Dressing. Schmeckt super lecker zusammen mit dem Gemüse.

Dazu bereite ich mir Vollkorntoasts überbacken mit Käse und großen Tomatenscheiben.

Außerdem habe ich zeitgleich angefangen mehr Wasser zu trinken als vorher. Waren es bisher eher so 1,5-2 Liter am Tag die ich getrunken habe, so sind es jetzt eher 2,5-3 Liter.

Tag 2: Freundlicherweise hat mir eine Arbeitskollegin meiner Freundin, nachdem Sie von dem vegetarischem Testversuch gehört hat, sofort 3 Kochbücher dazu geschenkt. Cool, da werde ich gleich ein paar Rezepte von ausprobieren.

Heute war ich im Supermarkt und habe mich eingedeckt mit vegetarischen Lebensmitteln. Dazu gehörten unter anderem Öle verschiedenster Arten (z.B. Erdnussöl, Walnußöl etc.), einige Nußsorten (Cashew, Sesam und als Belohnung Wasabi Erdnüsse) und Kichererbsen. Darauf freue ich mich besonders, da ich sehr gerne Falafel esse und erfahren möchte wie die selbstgemacht schmecken. Außerdem habe ich mich beim Feinkostladen mit diversen Salaten zugedeckt. Ja ich will das vegetarische Essen richtig auskosten! 🙂

Zuletzt befand sich dann noch Sojamilch auf dem Einkaufszettel. Diese ist zwar nicht zwingend für vegetarisches Essen, aber irgendwie wollte ich die schon immer mal ausprobieren. Skeptisch habe ich mich vor das Milchregal begeben und mir erstmal einen Überblick verschafft. Die Sojamilich ähnelt Kuhmilch überraschend stark von der Zusammensetzung. Trotzdem hält mich irgendwas zurück, irgendwie habe ich eine gewisse Skepsis gegenüber Ersatzprodukten. In meinem Kopf kommt sowas wie „das soll schmecken?“. Ohne es auszuprobieren werde ich es nie erfahren, also wandert ein Paket in meinen Einkaufswagen.

Zu Hause angekommen bin ich dann doch neugierig was die Sojamilch angeht und probiere diese als erstes mit Knuspermüsli, wo ich mal wieder richtig Bock drauf hatte. Skeptisch gieße ich die Sojamilch zu dem Knusperfest und probiere einen ersten Löffel. Meine Geschmacksknospen auf der Zunge drehen durch und ich bin im siebten Himmel! Wahnsinn, mit Sojamilch schmeckt das ja sogar besser als mit dem Original.

Für die erste Faustdicke Überraschung des Testversuchs ist also gesorgt- ich bin gespannt was noch folgen wird.

Tag 3: Den 2 Tag in Folge seit Beginn des Selbstversuchs wache ich bereits deutlich vor dem Wecker auf, der auf 8 Uhr gestellt ist. Gestern war es 7 Uhr, heute bereits 6 Uhr und ich bin topfit. Irgendwie fühle ich mich allgemein sehr energiegeladen und frisch.

Wenn das so weitergeht, dann schlafe ich nachts einfach mal 1-2 Stunden weniger. Vielleicht ist das aber auch nur vorübergehend- ich werde es im Laufe der 30 Tage feststellen.

Abends trinke ich zusammen mit meiner Verlobten Madeleine etwas Alkohol. Sie trinkt Wein, ich mache mir zwei Gläser Bacardi Razz und wir naschen dazu die Wasabi Erdnüsse.

Der Alkohol wirkt aufgrund des sehr rohkosthaltigen Abendessens ganz anders. Irgenwie macht mich mein Mixgetränk eher müde als das ich euphorisiert werde. Madeleine geht es ähnlich. Bereits um 22 Uhr kann ich die Augen nicht mehr aufhalten und schlafe ein. Madeleine genauso.

Tag 4:
Erst um 8 Uhr wache ich am nächsten Tag wieder auf. Was war das denn jetzt? Erst bin ich die Tage super energiegeladen und brauche viel weniger Schlaf, jetzt ratze ich 10 Stunden am Stück durch. Ich denke es liegt an der Wirkung des Alkohols und werde dem nach gehen. Bin gespannt ob es lediglich am Alkohol lag.

Kurzes Zwischenfazit:

  • Ich fühle mich die ersten 4 Tage des Selbstversuchs großartig.
  • Ich kann viele neue Sachen ausprobieren, was mir viel Spaß bereitet
  • Ich fühle mich bisher viel energiegeladener, was ich vor allem der Rohkost zuschreibe
  • Ich habe weniger Schlaf benötigt
  • Alkohol hat völlig anders gewirkt und mich eher müde und schlapp gemacht

Die restlichen 30 Tage werden zeigen, ob es bei den Effekten bleibt. Bis zum nächsten Update.

Update: Hier finden Sie ein Zwischenfazit noch 3 Wochen.
Und hier die Erfahrungen aus dem Selbstversuch 2 Monate später.

Empfehlungen zum Artikel: Profi Mixer für Smoothies- zerkleinert und mixt so ziemlich alles und kostet nur knapp die Hälfte gegenüber vergleichbaren Produkten. Perfekt für alle die mehr gesunde Rohkost essen möchten.


Newsletter

Melden Sie sich zu meinem kostenlosen Newsletter. Sie erhalten exklusives Bonusmaterial und Impulse für Ihr Leben. Kein Spam. Keine Weitergabe Ihrer E-Mail-Adresse. Jederzeit problemlos abzubestellen.

  1. Malte
    Malte04-10-2013

    Geht mir genauso! Seit nun fast 3 Monaten leben ich vegetarisch – und mir fehlt absolut nichts, ich fühle mich sogar fitter denn je zuvor. Kann ich jedem nur empfehlen! Weiterhin viel Erfolg! LG Malte